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Saiten sind so eine Sache, welche wofür oder doch am liebsten eine für alles. Ich will mal so ganz subjektiv ein paar Eindrücke weitergeben.
Thomastik Spirocore war lange Jahre die Saite für den Jazzer. Viele Obertöne, langer Nachklang, der befriedigte Tiger in den Tiefen, die kleinen Glocken in den Höhen. Mit dem Bogen wird es dann schon etwas kratziger, so richtig eklatant schön geht bei den meisten Bässen nicht.
Pirastro Flexocore oder Original Flexocore sind im Orchester Standard. Wenige Obertöne kurzer Nachklang, weiche Bogenansprache, da fällt es nicht so auf, wenn die Fünf in der letzten Reihe fünf eben verschiedene C spielen (ich gebe zu, dass ist etwas gehässig).
In den letzten Jahren sind die verschiedenen Ausführungen der D'Addario Helicore immer beliebter geworden.
Die Helicore-Pizzicato knurrt in den Tiefen genauso wie ein befriedigter Tiger, und auch die Höhen haben das glockenartige, lang anhaltende Sustain. Mit dem Bogen verhält sich die Saite erheblich eleganter als die Thomastik Spirocore.
Die Hybrid-Serie ist für den, der sowohl das Knurren im Pizzikato, etwas trockener als bei der Thomastik Spirocore, als auch die eklatante Schönheit, etwas prägnanter, beim Arco-Spiel braucht.
Die Orchester-Serie ist im Arco-Spiel mit der Pirastro vergleichbar, vielleicht sogar noch etwas schöner und leichter ansprechend. Im Pizzicato ist der Nachklang nicht ganz so kurz wie bei der Pirastro, sondern lässt noch den Tiger erahnen.
Welche Stärke man wählt ist eine schwierige Entscheidung. Grob gilt, je dünner desto leichter spricht die Saite an, je dicker um so kraftvoller der Ton.